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Bibellehrer

3 Schritte zu guten Gewohnheiten

Schritt 1: Realistisch sein

Manchmal ist man versucht, alles auf einmal zu ändern. Vielleicht sagt man sich: „Ab dieser Woche rauche und fluche ich nicht mehr, gehe früher ins Bett, mache regelmäßig Sport, ernähre mich gesünder und rufe öfter bei den Großeltern an.“ Aber wer alle Ziele auf einmal erreichen will, erreicht mit Sicherheit keins!

Die Bibel sagt in Sprüche 11:2 „… bei den Bescheidenen ist Weisheit“

Wer bescheiden ist, kennt seine Grenzen und schätzt seine Zeit, seine Kraft und seine Mittel realistisch ein. Deswegen versucht er nicht, alles auf einmal zu ändern, sondern Schritt für Schritt.

Was tun?

Realistische Zwischenziele setzen.

1. Zwei Listen erstellen: eine mit allen guten Gewohnheiten, die man gern hätte, und eine mit allen schlechten Gewohnheiten, die man gern loswerden möchte.

2. Die Punkte auf den Listen nach Wichtigkeit sortieren.

3. Einige wenige Gewohnheiten von jeder Liste auswählen, vielleicht nur ein oder zwei, und zuerst auf diese konzentrieren. Danach mit den nächsten ein oder zwei Gewohnheiten auf jeder Liste weitermachen.

Das Ganze beschleunigen, indem man eine schlechte Gewohnheit durch eine gute ersetzt. Beispiel: Auf der Liste mit den schlechten Gewohnheiten steht: „Zu viel vor dem Fernseher“, auf der mit den guten: „Öfter Freunde und Familie anrufen“. Man könnte sich vornehmen: „Statt nach der Arbeit sofort den Fernseher einzuschalten, rufe ich zuerst einen Freund oder jemanden aus der Familie an.“


Schritt 2: Das richtige Umfeld schaffen

  • Man will sich gesünder ernähren, aber auf der Tafel Schokolade steht mit riesigen Buchstaben: „ISS MICH!“
  • Man will mit dem Rauchen aufhören, aber ein Freund, der das weiß, bietet einem schon wieder eine Zigarette an.
  • Man wollte heute Sport machen, aber allein den Schrank nach den Laufschuhen zu durchwühlen, fühlt sich nach zu viel Arbeit an.

Was haben alle drei Szenarien gemeinsam? Die Erfahrung zeigt: Will man gute Gewohnheiten entwickeln und schlechte loswerden, sind oft äußere Einflüsse ausschlaggebend

Die Bibel sagt in Sprüche 22:3 „Der Kluge sieht die Gefahr und weicht ihr aus, die Unerfahrenen gehen weiter und bekommen die Folgen zu spüren.

Die Bibel fordert dazu auf, vorauszuplanen. Man sollte Situationen meiden, die einen am Erreichen seiner Ziele hindern, und stattdessen bewusst gute Voraussetzungen schaffen. Kurzum: Das richtige Umfeld ist entscheidend.

Was tun?

  • Es sich schwer machen, das Falsche zu tun. Beispiel: Wenn man sich gesünder ernähren will, wäre es gut, kein Junkfood im Haus zu haben. Bekommt man dann mal Heißhunger darauf, kann man der Versuchung nicht so leicht erliegen.
  • Es sich leicht machen, das Richtige zu tun. Beispiel: Wenn man direkt nach dem Aufstehen Sport treiben möchte, könnte man die Sportsachen schon am Abend zuvor neben das Bett legen. Je einfacher man es sich macht, desto eher bleibt man dran.
  • Freunde sorgfältig aussuchen. Ein Sprichwort sagt: Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist (siehe 1. Korinther 15:33). Deswegen ist es gut, den Kontakt mit Menschen einzuschränken, die schlechte Gewohnheiten fördern, und sich stattdessen Freunde zu suchen, die einen in guten Gewohnheiten bestärken.

Schritt 3: Nicht aufgeben!

Man sagt, dass es 21 Tage dauert, bis eine Verhaltensweise zur Gewohnheit wird. Doch die Realität zeigt: Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es länger. Was, wenn man sein Ziel nach wenigen Wochen immer noch nicht erreicht hat?

Ein Beispiel: Angenommen, man hat das Ziel, dreimal die Woche Sport zu machen.

1. Woche: Alles läuft nach Plan.

2. Woche: Man lässt einen Tag aus.

3. Woche: Alles wieder nach Plan.

4. Woche: Man schafft es gerade so ein Mal.

5. Woche: Man erreicht sein Ziel wieder und von da an klappt es jede Woche.

Es hat fünf Wochen gedauert, bis sich die neue Gewohnheit verfestigt hat. Das wirkt vielleicht wie eine lange Zeit, aber am Ende freut man sich, weil man es geschafft hat.

Die Bibel sagt in Sprüche 24:16Denn der Gerechte mag siebenmal fallen, doch er steht wieder auf, aber die Bösen werden durch Unglück vollständig zu Fall gebracht.

Die Bibel rät, nie aufzugeben. Am Ende zählt nicht, wie oft man einen Rückschlag erlebt, sondern wie oft man es schafft, weiterzumachen.

Was tun?

  • Nicht schlussfolgern, ein Rückschlag bedeute ein totales Scheitern. Man sollte Rückschläge von vornherein einkalkulieren.
  • Sich auf die Fortschritte konzentrieren. Beispiel: Vielleicht hat man das Ziel, liebevoller mit seinen Kindern umzugehen. Man könnte sich fragen: „Wann bin ich das letzte Mal ruhig geblieben, obwohl ich meine Kinder am liebsten angeschrien hätte? Wie habe ich konkret reagiert? Wie schaffe ich das wieder?“ So konzentriert man sich nicht auf die Rückschläge, sondern auf das, was man schon erreicht hat, und man ist motiviert weiterzumachen.

(Quelle: www.jw.org/de/bibliothek/zeitschriften/erwachet-nr4-2016-august)